SchLIMm

Offenes Netzwerk LSBTTIQ Menschen in Mannheim

Antworten auf Frage 2

Was sind Ihre Ideen, wie die Sichtbarkeit von lesbischen, transsexuellen und queeren Frauen* auch in der Mannheimer LSBTTIQ Community gefördert und sichergestellt wird?
Die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung und Gleichstellung aller Menschen unabhängig ihres Geschlechts und die Förderung der Beseitigung bestehender Nachteile ist Verfassungsauftrag. Dennoch wirken noch heute in allen Bereichen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens Mechanismen der Ausgrenzung und Unsichtbarmachung von Frauen und der Vielfalt ihrer kulturellen Praktiken und Idenditäten. Sie führen auch in der LSBTTIQ Community zu einer geringeren Sichtbarkeit von lesbischen, transsexuellen und queeren Frauen*. Hier braucht es Förderung und Unterstützung.

 

 

 


Die geringe Sichtbarkeit von Frauen der LSBTI-Community ist weiterhin eine große Herausforderung, in den letzten Jahren gab es diesbezüglich kaum Fortschritte. Hier wollen wir zusammen mit der Community Ideen und Projekte entwickeln. Wir wollen gezielt Gelder aus den Bereichen Gleichstellung und LSBTI für Maßnahmen und Projekte bereitstellen, um die Sichtbarkeit von Frauen der LSBTI-Community zu verbessern.


Zum einen gehört dies unserer Meinung nach in das Aufgabenfeld der LSBTIQ-Beauftragung der Stadt Mannheim, was mittels Öffentlichkeitskampagnen, aber auch mittels spezieller Informationsangebote für die LSBTTIQ-Community unterstützt werden könnte. Eine Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten der Stadt wäre hier sehr sinnvoll, um personelle Kräfte und Erfahrungen zu bündeln, damit lesbische, transsexuelle und queere Frauen nicht nur in der Community eine größere Verankerung finden, sondern in der gesamten Öffentlichkeit.


Die Förderung der Sichtbarkeit von lesbischen, transsexuellen und queeren Frauen ist wichtig. Gerade in Mannheim erleben wir, dass bspw. der CSD zu einem gesamtgesellschaftlichen Ereignis geworden ist, wie dies bis vor einigen Jahren nicht denkbar war. Die Sichtbarkeit hat sich deutlich erhöht und wächst stetig. Dass dies ein Prozess über Jahre ist, ist uns bewusst und wird von uns weiterhin unterstützt werden.


Keine spezifische Antwort.

 

Wir möchten uns nicht generell festlegen in dem wir jetzt entweder ja oder nein sagen. Jede Frage muss einzeln diskutiert und entschieden werden, z.B. im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen. Dabei erachten wir die Unterstützung der Community als sinnvoll und betrachten die Einzelthemen durchaus mit Sympathie. Es bestehen jedoch immer auch Finanzierungsvorbehalte. Unser verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Community kann man jedoch daran ersehen, dass es bei den letzten Haushaltsberatungen nur mit den Stimmen der FW-ML möglich war, z.B. die Zuschüsse für Plus zu erhöhen.


Keine spezifische Antwort.

 

Außer Frage stehen wir bei der MfM für Toleranz – ohne Wenn und Aber. In Mannheim wird vielfältig gefördert. Vielleicht noch ein Hinweis auf das „Mannheimer Bündnis“. Für das Mannheimer Bündnis gibt es eine Förderung von 100.000,00 € jährlich für die Unterstützung förderungswürdiger Projekte. Gerade im Mannheimer Bündnis werden die vielfältigen Minderheiten unterstützt.


Auch unserer Meinung nach muss die Sichtbarkeit von Frauen und die Förderung der Beseitigung von Nachteilen verbessert werden. Das wir bei den LSBTTIQ Beauftragten mit Grace Proch die Frau verloren haben ist ein Rückschritt. Diese Position muss dringend wieder paritätisch besetzt werden. Zur Sichtbarkeit gehört Präsenz. Deshalb wäre es für uns wichtig alle Maßnahmen zu fördern, die diese Präsenz ermöglicht. Wir sehen beispielsweise die Möglichkeit generell finanzielle Anreize für Einrichtungen oder Vereine zu schaffen, die sich zu einer Frauenquote verpflichten. Weiterhin würden wir ein Forschungsprojekt unterstützen, das der Fragestellung nachgeht, wie Frauen in der LSBTTIQ Community gewirkt und diese beeinflusst haben.