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Offenes Netzwerk LSBTTIQ Menschen in Mannheim

Antworten auf Frage 4

Wie kann in Mannheim ein LSBTTIQ Zentrum für Jung und Alt entstehen? Welchen Rahmen für die Entwicklung eines weiterführenden Konzepts würden sie bieten und mit welchen strukturellen Maßnahmen und mit welchen finanziellen Mitteln würden Sie es ausstatten?
Die Mannheimer LSBTTIQ Community wünscht sich für Jugendliche und Erwachsene diskriminierungsfreie, nicht-kommerzielle Räume. Derzeit gibt es nur die Queer Weekend Lounge der JUGEND von PLUS e.V., welche seit 2013 einmal im Monat einen solchen Rahmen für junge Menschen bis 30 Jahre bietet. Aber sowohl der Jugend als auch den Erwachsenen der Mannheimer Community fehlen kommunalen Unterstützungsstrukturen und feste Räumlichkeiten mit Platz für die unterschiedlichen Vereine und Initiativen, die sie stärken sowie deren Sichtbarkeit fördern. Ein gemeinsames Zentrum kann eine große Unterstützung bieten.

 

 


In Mannheim gibt es bisher keinen institutionalisierten Ort für queeres Leben. Wir GRÜNE setzen uns daher dafür ein, dass ein Zentrum für LSBTI-Menschen als Begegnungs- und Schutzraum eingerichtet wird. Dieser Ort könnte Treffpunkt verschiedenster Gruppen (Frauengruppen, Ältere, Regenbogen-Familien, Trans*menschen, ...) der LSBTI-Community sein. Einen besonderen Bedarf sehen wir im Bereich junger Menschen. Hier könnten wir uns vorstellen als Teil dieses Zentrums zusammen mit den bestehenden Jugendgruppen einen Jugendtreff aufzubauen, der dann natürlich auch entsprechend allen anderen Jugendtreffs finanziell gefördert würde.


Ein derartiges Zentrum muss aus der Community selbst entstehen und kann nicht von der Stadt, also sozusagen von oben herab, initiiert werden. Nichtsdestotrotz sollte die Stadt die Gründung eines solchen Zentrums unterstützen, indem sie geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellt - idealerweise kostenfrei oder zu einem geringen Entgelt vergleichbar mit Vereinsräumen - und sie den Betrieb bzw. das Angebot des Zentrums ebenfalls finanziell unterstützt. Wir gehen davon aus, dass die „Bar jeder Sicht“, das Kultur- und Kommunikationszentrum für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*- und Intersexuelle, in Mainz den Vorstellungen der Mannheimer LSBTTIQ-Community nahekommt. Ein derartiges Zentrum könnten wir uns in der Mannheimer Innenstadt oder an anderer zentraler Lage, gut vorstellen.


Wir unterstützen stets den Austausch zwischen Generationen. Bestehende Angebote sollten dahingehend erweitert werden, um auch den Wünschen der LSBTTIQ Rechnung zu tragen. Gerade die LSBTTIQ Community lebt bereits deutlich generationenübergreifender und könnte hier als gesamtgesellschaftliches Vorbild dienen.


Keine spezifische Antwort.

 

wir möchten uns nicht generell festlegen in dem wir jetzt entweder ja oder nein sagen. Jede Frage mu ss einzeln diskutiert und entschieden werden, z.B. im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen. Dabei erachten wir die Unterstützung der Community als sinnvoll und betrachten die Einzelthemen durchaus mit Sympathie. Es bestehen jedoch immer auch Finanzierungsvorbehalte. Unser verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Community kann man jedoch daran ersehen, dass es bei den letzten Haushaltsberatungen nur mit den Stimmen der FW-ML möglich war, z.B. die Zuschüsse für Plus zu erhöhen.


Keine spezifische Antwort.

 

Außer Frage stehen wir bei der MfM für Toleranz – ohne Wenn und Aber. In Mannheim wird vielfältig gefördert. Vielleicht noch ein Hinweis auf das „Mannheimer Bündnis“. Für das Mannheimer Bündnis gibt es eine Förderung von 100.000,00 € jährlich für die Unterstützung förderungswürdiger Projekte. Gerade im Mannheimer Bündnis werden die vielfältigen Minderheiten unterstützt.


In unserem Wahlkampfprogramm fordern wir die Einrichtung eines LSBTTIQ Zentrums. Dieses muss in seiner Gestaltung und Trägerschaft mit der Community gemeinsam konzipiert und umgesetzt werden. Dazu braucht es Planungsmittel, über die im Rahmen der Haushaltsberatungen zu entscheiden ist. Die Umsetzung erfolgt dann nach konkreten Anforderungen und der Überlegung, ob eine städtische Immobilie geeignet sein könnte. Wichtig ist uns dabei aber auch, Beratungsangebote in einem solchen Zentrum zu verorten. Außerdem glauben wir, dass Angebote nicht nur für jüngere Menschen, sondern besonders auch für Ältere notwendig sind.