SchLIMm

Offenes Netzwerk LSBTTIQ Menschen in Mannheim

Antworten auf Frage 1

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Beratungs- und Unterstützungsangebot für Menschen, die aufgrund ihrer Homo- und / oder Transsexualität nach Deutschland geflohen sind, aus städtischen Mitteln sowie aus Mitteln des Integrationspakts abgesichert wird?
Eine Gruppe, die besonders unter den Auswirkungen von Diskriminierung und Gewalt zu leiden hat, sind Menschen, die aufgrund ihrer Homo- und / oder Transsexualität nach Deutschland fliehen mussten. Sie erfahren viel Solidarität aus der LSBTTIQ Community. Aber es werden auch Ressourcen für ihre Beratung, Begleitung und Integration gebraucht.

 


 


Ja, dafür setzen wir uns ein. Wir wissen um die besondere Schutzbedürftigkeit von LSBTI-Geflüchteten und drängen darauf, dass die Stadt dies adäquat berücksichtigt. An den Mitteln für Integration und Beratung werden wir nicht kürzen.


Wir setzen uns für alle nach Deutschland geflohenen Menschen ein, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft, Sexualität oder ihrem Geschlecht. Insbesondere LSBTTIQ-Geflüchtete müssen geschützt und stärker unterstützt werden. LSBTTIQ-Menschen, die wegen Gewaltandrohung aufgrund ihrer sexuellen Identität ihre Heimat verlassen mussten, müssen unserer Meinung nach intensiv und angemessen betreut werden. Dafür benötigt es Beratungsangebote mit speziell geschultem Personal, was von Stadt oder Bund finanziert werden muss. Darüber hinaus setzt sich DIE LINKE für die Einrichtung von Wohngemeinschaften für LSBTTIQ-Geflüchtete ein, sofern sie in ihren Sammelunterkünften diskriminiert und bedroht werden.
Da die Stadt Mannheim die erste Stadt in Baden Württemberg ist, die eine Stelle für LSBTTIQ-Beauftragung eingerichtet hat und Mitglied im Rainbow Cities Netzwerk ist, müsste sie sich umso mehr mit diesem Thema beschäftigen und mehr Mittel in diesem Bereich einstellen.


Ja, sofern keine Landes- oder Bundesmittel bereits zur Verfügung stehen und es die städtischen Finanzen ermöglichen.


Keine spezifische Antwort.

Wir möchten uns nicht generell festlegen in dem wir jetzt entweder ja oder nein sagen. Jede Frage muss einzeln diskutiert und entschieden werden, z.B. im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen. Dabei erachten wir die Unterstützung der Community als sinnvoll und betrachten die Einzelthemen durchaus mit Sympathie. Es bestehen jedoch immer auch Finanzierungsvorbehalte. Unser verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Community kann man jedoch daran ersehen, dass es bei den letzten Haushaltsberatungen nur mit den Stimmen der FW-ML möglich war, z.B. die Zuschüsse für Plus zu erhöhen.


Keine spezifische Antwort.

 

Außer Frage stehen wir bei der MfM für Toleranz – ohne Wenn und Aber. In Mannheim wird vielfältig gefördert. Vielleicht noch ein Hinweis auf das „Mannheimer Bündnis“. Für das Mannheimer Bündnis gibt es eine Förderung von 100.000,00 € jährlich für die Unterstützung förderungswürdiger Projekte. Gerade im Mannheimer Bündnis werden die vielfältigen Minderheiten unterstützt.


Mannheim zeichnet sich schon seit seiner Gründung als weltoffene und tolerante Stadt aus. Dazu gehört es auch, Menschen aufzunehmen, die aufgrund von Flucht und Vertreibung besonders schutzbedürftig sind. Menschen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität verfolgt werden, sehen wir als besonders schutzwürdig an. Wir haben deshalb in der Vergangenheit mit der Verwaltung darüber gesprochen, ein landesweites Schutzzentrum in Mannheim aufzubauen, zumal dies von der Landesregierung finanziell unterstützt würde. Im Gemeinderat hat sich dafür leider keine Mehrheit abgezeichnet, diese Forderung würden wir jedoch aufrecht erhalten.