SchLIMm

Offenes Netzwerk LSBTTIQ Menschen in Mannheim

Antworten auf Frage 9

Welche weiteren Maßnahmen halten Sie für geeignet, um die Sichtbarkeit von und Akzeptanz gegenüber LSBTTIQ Menschen - etwa in der Stadtgeschichte, im kulturellen Gedächtnis und im öffentlichen Raum - in Mannheim zu erhöhen?

 



Wir GRÜNE setzen uns für einen Mannheimer Aktionsplan für Akzeptanz und Gleichstellung ein, um Kampagnen für Offenheit und Toleranz zu fördern, die vorhandenen Programme zur Aufklärungsarbeit an Schulen zu sichern und deutlich auszubauen sowie in weiteren Bereichen des täglichen Lebens Verbesserungen zu erreichen. Die einzelne Bereiche diese Aktionsplanes sind in enger Zusammenarbeit mit der LSBTI-Community zu erarbeiten.  Beratungs- und Selbsthilfestrukturen wollen wir weiter stärken und insbesondere Beratungen für Jugendliche, Trans*menschen, geflüchtete LSBTI und Regenbogenfamilien bedarfsgerecht ausbauen.


Der CSD könnte mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne beworben bzw. begleitet werden wie es in anderen (europäischen) Großstädten bereits der Fall ist. Insbesondere die Aufklärungsarbeit vonseiten der Stadt an Schulen muss stärker ausgeweitet oder unterstützt werden - so kann mögliche Diskriminierung von heranwachsenden LSBITTIQ-Menschen frühzeitig entgegengewirkt werden, was insgesamt zu einem besseren Zusammenleben nicht nur in der Schule, sondern auch künftig in der Stadt führt. Auch einen Dialog mit den verschiedenen Glaubens- und Religionsgemeinschaften in Mannheim halten wir für sinnvoll, um nicht nur für die kulturelle und religiöse Vielfalt, sondern auch für die sexuelle Vielfalt in der Stadt und deren Akzeptanz zu sensibilisieren. In puncto Stadtgeschichte erwarten wir von dem im Aufbau befindlichen NS-Dokumentationszentrum auch die Darstellung der Verfolgung von LSBITTIQ-Menschen und hoffentlich auch von Zeugnissen des Alltagswiderstands. Allgemein kann das MARCHIVUM dazu beitragen, die Leistungen von LSBITTIQ-Menschen in Mannheim hervorzuheben.


Gerade die historische Aufarbeitung der LSBTTIQ Geschichte ist in Mannheim noch lückenhaft, dieses Projekt gemeinsam mit der Community anzugehen wäre ein tolles Projekt, um auch für die Zukunft Akzeptanz und Sichtbarkeit zu schaffen.


Keine spezifische Antwort.


wir möchten uns nicht generell festlegen in dem wir jetzt entweder ja oder nein sagen. Jede Frage muss einzeln diskutiert und entschieden werden, z.B. im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen. Dabei erachten wir die Unterstützung der Community als sinnvoll und betrachten die Einzelthemen durchaus mit Sympathie. Es bestehen jedoch immer auch Finanzierungsvorbehalte. Unser verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Community kann man jedoch daran ersehen, dass es bei den letzten Haushaltsberatungen nur mit den Stimmen der FW-ML möglich war, z.B. die Zuschüsse für Plus zu erhöhen.


Keine spezifische Antwort.


Außer Frage stehen wir bei der MfM für Toleranz – ohne Wenn und Aber. In Mannheim wird vielfältig gefördert. Vielleicht noch ein Hinweis auf das „Mannheimer Bündnis“. Für das Mannheimer Bündnis gibt es eine Förderung von 100.000,00 € jährlich für die Unterstützung förderungswürdiger Projekte. Gerade im Mannheimer Bündnis werden die vielfältigen Minderheiten unterstützt.


Die Sichtbarkeit der LSBTTIQ Community halten wir für jetzt schon gut. Die Tatsache, dass die Stadt Mannheim zahlreiche Gedenktage der Community mit Fahnenhissung begleitet, ist ein gutes Beispiel dafür, mehr Aufmerksamkeit zu schaffen. Das müssen wir als Selbstverständlichkeit weiterhin umsetzen, in dem z.B. der Neujahrsempfang der Stadt von Aktivisten der Szene moderiert wird oder bei Delegationsempfängen die Community vertreten ist. Das sind kleine Bestandteile, die aber eine enorme Wirkung in die Stadtgesellschaft haben. Bei der Akzeptanz gibt es jedoch Nachholbedarf. Hier müssen wir mit Schulungen in der Verwaltung, mit Seminaren für relevante Zielgruppen, dem Ausbau der Beratung in Schulen und der Schulung von Erzieher*innen helfen, Diskriminierung abzubauen.